sandra ruß | klangkunst

kalif storch

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Ein musikalisches Märchen

 

Was tun, wenn man aus lauter Lust und Langeweile zum Storch geworden ist und den Weg zurück nicht mehr weiß?

Heiraten? Aber wen?? Und was dann???

 

Der Kalif Chasid von Bagdad und sein Großwesir lassen sich durch einen Zauber in Störche verwandeln, um in ihrem eintönigen Alltag ein wenig Abwechslung zu erfahren. Aber dann vergessen sie das Zauberwort zur Rückverwandlung und müssen Tiere bleiben. Dass sie Opfer hinterhältiger Betrüger geworden sind, erfahren sie erst, als es zu spät ist. Wie sie es dennoch schaffen wieder die Gestalt von Menschen anzunehmen, erzählt  Wilhelm Hauff in seinem symbolträchtigen Kunstmärchen vom Kalif Storch.

 

Mit Humor und subtiler Ironie, jedoch ohne revolutionäre Absichten, beschreibt er die allzu menschlichen Schwächen und die vermeintlich heldenhaften Tugenden der Spitzen der Gesellschaft seiner Zeit, gefangen zwischen gähnender Langeweile und gemeinen, politischen Intrigen.

 

Klugerweise versetzt die Handlung seiner Parabel ins Morgenland, denn bei uns kann so etwas ja nie passieren …

 

Die Geschichte wird gelesen und musikalisch dargestellt mit einer farbigen Mischung aus Zigeunerweisen, Klezmermusik, Folklore und Klassik.

Ausführende sind das Duo "Flute d'accord" mit Gudrun Bähr (Flöte) und Sandra Ruß (Akkordeon) zusammen mit Wolfram Hirt (Rezitation).

 

"…Hauffs Geschichte ist so menschlich anrührend, wenn Wolfram Hirt den Kalifen und seinen Wesir auf den vermeintlichen Händler mit dem Zauberpulver hereinfallen lässt, und wenn sie verwandelt in Störche sich verzweifelt nach Osten verbeugen und außer „Mu, mu…" keine weitere Silbe des Zauberwortes „Mutabor“ hervorbringen.

 

Aber die langen roten Schnäbel klappern erst so richtig übermütig oder hoffnungslos, wenn die beiden Musikerinnen mit Flöten und / oder Akkordeon für die richtige „Untermalung“ sorgen.

–Ein köstliches Gesamterlebnis-